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OSTRY WIATR

nach 5 tagen auf unserem segelboot bin ich total unruhig in meinem 10m2 zimmer, so ganz alleine, kein frühstücken, bootputzen, auslaufen, segelsetzen, kurshalten, wenden....es gab immer was zu tun, immer unter strom. das war wirklich gut um die probleme des alltags zu vergessen.
der ganze trip ging letzten freitag los, früh morgens in den zug. ich hatte natürlich dummerweise viel zuviel ausrüstung und verpflegung in einen riesen seesack geschmissen, der total unhandlich war. die 8 bier und 4 liter wasser, campinggeschirr, und gitarre drückten ganz schön in meinen rücken als wir 4 km vom bahnhof zum charterhafen laufen mussten.
dort wurde erstmal alles im boot verstaut..und dann gings los. der erste tag war lockeres einsegeln und kanalfahren mit umgelegtem mast. doch schon am ersten tag stellte sich adam, unser skipper als recht schweigsam heraus wenn es um klare komandos geht. leider waren wir am ersten abend auch nur zwei der 11 boote im nächsten hafen (deshalb keine party), weil die anderen gar nicht erst losgekommen sind. probleme bei der bootsübernahme, oder einfach nur zu spät und zu betrunken.
am nächsten tag wurden adams schwächen als skipper zur gefahr. bei windstärke 5-6 gut wellengang mit vollen segeln waren alle besatzungsmitglieder samt mit recht geschockt. ohne das zu merken gab adam mario einfach so das steuer. ohne klare komandos geriet da das boot schnell ausser kontrolle und wir machten drei wenden ohne es zu wollen. das trieb das adrenalin...und mario wollte danach nie wieder ans steuer.
letzendlich fuhren wir doch kontrolliert in den nächsten hafen ein. dort konnten wir auch erfolgreich angeln und es gab fisch zum abendessen. (m. weiß wies geht!)
danach große party am lagerfeuer mit viel gesang und neuen freunden!
am nächsten tag nachdem sich adam mit den anderen skippern abgesprochen hatte und ihm klar wurde dass für unser können dieses wetter einfach zuviel ist, beschlossen wir das grot zu reffen...dies war aber ein großer fehler, denn irgendwie ließ sich das gereffte segel am mast nicht strammziehen..und flatterte die ganze zeit, was weitere schäden nachsichzog und uns nicht genug geschwindigkeit gab um gegen den wieder sehr starken wind eine halse zu machen. alles also wieder unkontrolliert...adam beschloss die schäden am segel bei fast 1m wellengang zu reparieren...aber dabei riß er nur eun loch ins segel. schließlich aber nach dem wir den großen see verlassen hatten und der wind nachließ war ich am steuer und wir segelten schön kontrolliert in den nächstemn hafen. dort wieder party...schön enger hafen und jede menge leute! einige der crews sind erst nach einbruch der dunkelheit eingelaufen (sau gefährlich) und haben uns storries von aufgrundlaufen in voller muntur ins wasserspringen, bootgrammt, benzin alle, usw. erzählt.
das tollste war aber der nächste tag. der stärkste wind überhaupt und wir sollten zurück auf den großen see um dort in einen ungeschützen hafen einzulaufen...ging alles recht gut, wir hatten adam nämlich besser unter kontrolle, und segelten nur noch mit großsegel, bis eben zu diesem hafen vega! dort gabs nur ein strand, der aber mit resten eines alten bootssteges blockiert war, und ein von schilf zugewachsenen zweiten teil, wo zwar schon ein boot angelegt hatte aber die einfahrt nicht zu sehen war. alles zusammen war aber flaches wasser, und allerhand hindernisse wie aus dem wasser ragende eisenstangen. zudem wind und 1m wellen die uns zum strand hin drückten...das ganze war mehr oder weniger ein glücksspiel...mit hochgezogenem schwert waren wir fast manöwrierunfähig...immer nur grob die richtung anpeilen und hoffen das wir nicht abgetrieben werden...ich stand am bug mit anker in der hand den ich auch einmal als notbremse werfen musste...nach drei anläufen haben wir es geschafft...doch haben die wellen das boot immer an den steg geschlagen...also mussten wir uns per anker wieder raus (bug gegen die wellen) ziehen..diese nacht wurden wir echt gut durchgeschaukelt...
toll war auch die ankunft der anderen boote und all die missgeschicke...die meisten fuhren einfach volle kanne auf den strand (das schlauste) und wurden dann vom hafen-und bausernhofbesitzer mit dem trecker auf strand gezogen.
andere rammten mit voller kraft den steg, oder bleiben im schilf stecken, udn mussten von freiwilligen wassergängern befreit werden...es war ein echtes erlebnis...und in dieser nacht hatten wir den hafen, auf einer einsamen landzunge nur für uns..großes feuer und kielbasa auf dem stock sind obligatorisch. der bauser hatte auch noch bier in der scheune.
danach wurde alles nur besser...der nächste tag war ruhiger, unsere crew hat adam (mehr oder weniger) die autorität entzogen und ich dufte ans steuer. war echt super...nur abends wollte es adam wieder seinen skipperkolegen beweisen und mit segelkraft in einen viel zu engen hafen einfahren (wieder nur stress)
die letzte party war lang und dreißig leute auf einem boot für 5 sind echt ein toller anblick. doch geschlafen wurde kurz denn um zwölf mussten die boote abgeliefert werden...
im großen und ganzen das beste was mir in polen bisher passiert ist!
4.5.06 12:51
 


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